Wettkampf

Eine weitere Sparte der vielseitigen Sportart Taekwondo ist der Wettkampf. Ob der Formen- oder Vollkontaktwettkampf, jeder lernt diese Art des Trainings irgendwann kennen. Beide Arten von Wettkampf können natürlich als Breitensport und Leistungssport betrieben werden. Die TUNRW, einer der anerkannten Verbände innerhalb Deutschlands und der Welt (WTF), deckt hier jegliche Fassetten des Sportes ab.  Eingegangen werden soll hier nun auf den traditionellen Freikampf, dem Vollkontaktwettkampf sowie den Formenwettkampf, welcher gesondert behandelt wird.

Bei der traditionellen Variante des Freikampfs

cache_3463612(Chayu Taeryon) gilt es die Techniken schnell und präzise anzubringen und Angriffe des Gegners meist im Ansatz zu erkennen und wenn möglich zu vereiteln. Der traditionelle Freikampf kann man als Kampf mit dem Partner bezeichnen. Das Wörtchen „mit“ ist hier entscheidend, denn dies ist kein wirklicher Kampf gegen den Trainingspartner. Beide Übenden nutzen diese Trainingsart als eine Möglichkeit ihre Reaktionen zu schulen, wobei die Techniken meist einige Zentimeter vor dem Ziel gestoppt werden, welches eine hohe Herausforderung an die Körperbeherrschung beider Taekwondoka darstellt. Bestimmte Freikampfregeln gelten universell (für den modernen und den traditionellen Kampf). Schläge unter die Gürtellinie, Faustschläge zum Gesicht sowie der Angriff zum Rücken sind verboten, da sie ein zu hohes Risiko darstellen und zu bleibenden Schäden oder lebensgefährlichen Verletzungen führen können.

Zur Vorbereitung auf den traditionellen Freikampf und zur Verfeinerung dienen weitere Trainingsübungen wie der 1-Schritt-Kampf (Ilbo-Taeryon), 1:1 oder Freikampf in Zeitlupe. Andere Möglichkeiten sind die gewisse Einschränkungen der Regeln, wie z.B. nur ein Partner greift an, oder nur Fausttechniken sind erlaubt oder Fußtechniken. Eine Ausnahme kann bei Schwarzgurten gemacht werden, denn dann kann der Freikampf auch mit sehr leichtem Kontakt geübt werden

Der moderne Wettkampf

cache_3463684wie er z.B. bei den Olympischen Spielen zu sehen ist unterscheidet sich in zwei wesentlichen Aspekten vom traditionellen Chayu Taeryon. Erstens tragen die Sportler Schutzkleidung, weil beim modernen Wettkampf gewisse Zielpunkte am Körper mit voller Härte getroffen werden dürfen und sollen. Der zweite Unterschied sind die Techniken im Vergleich zum traditionellen Taekwondo. Bei der modernen Variante kommen die manchmal vereinfachten „Freikampftechniken“ vorwiegend zur Geltung. Diese Techniken sind speziell auf den Kampf angepasst, damit sie möglichst schnell, überraschend und hart eingesetzt werden können. Das klassische Beispiel an dieser Stelle ist der Dollyo-Chagi (Fußtechnik). Dieser wird in diesem Fall nicht mehr mit dem Fußballen getroffen, sondern mit dem Spann (Vorteile: mehr Reichweite,etc.).

Der Formenlauf (Poomse)

cache_3463920besteht aus verschiedenen Grundbewegungen, die zumeist entweder Angriffs- oder Verteidigungstechniken verkörpern und nach einem festen, logischem Schema abgewickelt werden. Auf Wettkampfebene ist hier höchste Präzision, rhythmische Bewegung, Atemtechnik und Ausführungskraft gefragt. Über Sieg und Niederlage entscheidet hier die Korrektheit der ausgeführten Techniken sowie die Dynamik und Interpretation der vorgetragenen Bewegungsabläufe. Die Einteilung der Klassen ermöglicht einen direkten Vergleich mit der Leistungsfähigkeit der eigenen Altersgruppen.

Die Poomseübungen sind neben dem  Formenlauf auf Wettkampfebene Pflichtübungen, die jedem Taekwondosportler während seiner sportlichen Laufbahn begegnet. Der Schüler setzt sich systematisch mit mehreren imaginären in verschiedenen gestellten Situationen auseinander und benutzt dabei alle zur Verfügung stehenden Angriffs- und Abfangwaffen aus verschiedenen Stellungen. Die Zielsetzung hierbei ist eine große Flexibilität der Bewegungen zu erlangen sowie, Körpergewichtsverlagerung zu üben, Muskel- und Atemkontrolle zu entwickeln, flüssige und geschmeidige Bewegungen auszuführen und sich rhythmisch zu bewegen.  Der Ausführende muss sich über den Zweck einer jeden Bewegung im klaren sein und sie realistisch ausführen. Das Ganze macht die Eleganz, den Sinn und das Ziel der eigentlichen Form aus.

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